Samstag, 27. Januar 2018

Rezension zu "Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente" von Peter Bognanni


Autor: Bognanni, Peter

Titel: Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Verlag: www.hanser-literaturverlage.de

Seiten: 272 Seiten

Preis: 18,00 EURO


Worum es geht: 

Ist eine Liebe echt, wenn man nur online Kontakt hat? Ein bewegendes Jugendbuch von Peter Bognanni über Liebe in Zeiten von Twitter und Facebook

Getroffen haben sich Tess und Jonah nur ein einziges Mal. Obwohl sie sieben Monate zusammen waren. In dieser Zeit haben sie alles miteinander geteilt per Chat, Facebook, Tweets, haben sich herzzerreißende E-Mails geschrieben, ihr Innerstes preisgegeben, sich gegenseitig ihre Liebe erklärt. Und trotzdem hat Tess es nicht kommen sehen: Jonahs Selbstmord. Doch Tess sendet weiter Nachrichten an Jonah, ihre erste Liebe. Es ist ihre Art, die Trauer zu verarbeiten. Und eines Tages erhält sie tatsächlich Antwort … Ein außergewöhnlicher Roman über Tod und Abschied in Zeiten von Social Media und darüber, dass jedem Ende ein neuer Anfang – und vielleicht sogar eine neue Liebe – innewohnt.

Meine Meinung: 

Erinnert sich noch jemand an " Mein Herz und andere schwarze Löscher" von Warga? Fragt mich nicht wieso, aber dieses Buch lies mich konstant an Jasmine Wargas Buch denken. Dabei mochte ich das Buch nicht mal, Bognanni hat mir den Einstieg sehr viel einfacherer gemacht. Hauptthema hier ist die Trauer nachdem eine Onlinebekanntschaft gestorben ist. Bognanni schaffte es, dass ich von Tess Trauer berührter war als zum Beispiel von Lou's Trauer um Will in Jojo Moyes "mein ganz neues Leben".

Die Handlung, dass Tess aus dem Internet abhaut und ihrem Vater dabei hilft Beerdigungen zu planen sorgt für genug Humor um das Buch aufzulockern, aber nie ins Lächerliche zu ziehen. Wieso ein Mann aus der Sicht eines Mädchen schreibt ist mir allerdings unklar. Diesen Umstand habe ich auch bei John Green kritisiert, oder Nicholas Sparks. Was wäre denn so schlimm daran gewesen, wenn es ein Junge gewesen wäre und ein Mädchen, dass Suizid gegangen hätte? Es ist jetzt nicht weiter auffallend, nur 1 oder 2 Situationen in denen ich dachte: "Ich glaube ja nicht, dass ein Mädchen in DEM Moment SO reagieren würde." Aber vielleicht bin ja auch nur ich das, der so denkt.

Grundsätzlich würde ich sagen das Buch war ganz gut, nett will ich nicht sagen, weil man ja weiß, was nett heißt Das letzte Drittel hatte nur leider ein paar echte No Gos für mich und haben die Anfangseuphorie ordentlich gedrückt. Das Buch heißt auf Englisch "What I see without you" und basiert auf einem Spiel von Tess und Jonah. Da sie ja so weit auseinanderlebten, schrieben sie sich was sie gerade sahen, um dem Partner das Gefühl zu geben, zusammen zu sein. Tess suche nach dem wahren Jonah, dem Menschen der sich so etwas Schlimmes wie Suizid antun konnte, lässt sie auf neue Freunde stoßen, und auf ihre eigene Kraft. Die Gewissheit, dass ihre Liebe echt war, und Jonah sie auf seine Art auch liebte. Ein Liebeskummerroman für die neue Generation.

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